Ein Stöckchen kam geflogen …

… und diesmal hat es mich getroffen.

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Es kam (für mich) echt unerwartet und zwar von ‚Paleica‚, mit der ich in der letzten Zeit recht lebendigen Kommentar-Austausch betreiben dürfte, was mich sehr freut, denn das ist jedes Mal sehr interessant.

Sie betreibt, soweit ich das bis jetzt heraus finden konnte, sogar drei Blogs parallel und scheint eine alte ‚Häsin‘ zu sein, was das Bloggen angeht.

‚Gestolpert‘ bin ich über sie vor allem über ihren schönen Foto-und Geschichten-Blog ‚Episodenfilm‚.

Nun gut, jetzt hat sie mir also eins dieser Stöckchen zu geworfen, was bedeutet, ich darf ein paar Fragen beantworten. Normalerweise ist es offenbar so, dass man den Blogger oder die Bloggerin, die einem ein Stöckchen zuwirft, verlinkt, elf seiner Fragen beantwortet, wiederum selbst elf BloggerInnen (mit weniger als 200 Followern) ’nominiert‘ und sich selbst elf Fragen für diese ausdenkt. So erfahren Besucher zum Einen mehr über Blogger oder Bloggerin und gleichzeitig kann man Blogs ein wenig bekannter machen. Nette Idee.

Ich werde mich jedoch aus dieser Sache geschickt heraus winden und einfach nur Paleicas elf Fragen beantworten. Irgendwie liegt es mir (zumindest zur Zeit) nicht, andere Blogs zu nominieren. Ich befinde mich noch in der Entdeckungsphase.

Gut, dann fang ich mal an (oh je, das wird bestimmt lang):

  1. Was war die ursprüngliche Idee, als ihr euren Blog gegründet habt und wie hat er sich seitdem entwickelt?
    Hmmm… eigentlich wollte ich ausprobieren, wie man eine dynamische Internetseite aufbaut, weil ich für meine beruflichen Ideen eine Seite brauchte, aber keine Ahnung hatte, wie man das macht. Ich überlegte mir, erstmal so ganz unverbindlich, ganz privat einen kleinen Blog aufzubauen, weil ich das Format spannend fand.
    Da ich mich zu jener Zeit in einer wiederholten persönlichen Tiefphase befand und meiner Meinung nach schon viel zu lange mit viel zu viel Grübelei beschäftigt war, beschloss ich, mein tägliches (Er)Leben zum Thema zu machen, um mich selbst dazu zu bringen, meine Aufmerksamkeit auf schöne Dinge zu lenken und mein Bewusstsein dadurch zu verändern. Meine anfängliche Idee, vor allem zu schreiben und das mit Fotos zu bebildern, hat sich bereits in den ersten Wochen komplett vertauscht. Erstens konnte ich mich mit meinen Texten selten identifizieren und war damit jedes Mal unzufrieden (das hält sich bis heute 😉 …) und zweitens gab es plötzlich soviel zu sehen, dass ich dauernd mein Handy zum Aufnehmen zücken musste. Es ging gar nicht anders. Und so hat sich meine Aufmerksamkeit tatsächlich so sehr nach aussen gewandt, dass ich sagen muss, der Rest war und ist ein Selbstläufer. Inzwischen habe ich mir eine Kamera zugelegt und probiere begeistert herum und aus. Und freue mich daran, dass mir meine Welt wieder besser gefällt. 😉 Und dass es tatsächlich so viele Leute gibt, die Lust haben, sich meine Bilder an zu schauen. Das freudiges DANKE an alle meine Besucher!!
  2. Wenn ihr euch ohne Rücksicht auf wenn und aber einen Wunsch erfüllen könntet, welcher wäre das?
    😉 Mist, da hab ich mehrere …. einer davon bleibt ein Geheimnis, weil viel zu persönlich, deshalb zähl ich den mal nicht. Aber ich würde mir eine sehr lange und ausgiebige Reise um die Welt wünschen (dazu würde dann allerdings noch ein weiterer sehr unbescheidener Wunsch gehören, nämlich mein besch… schlechtes Englisch in ein Hervorragendes zu erwandeln ;-D)
  3. Eure schönste Reise war…?
    Das Dumme ist, dass ich eigentlich alle meine Reisen auf ihre Art und Weise bis jetzt ganz wunderbar fand…. insofern ist das schwierig, sie gegeneinander abzuwägen. Ich war sehr gern zu Fuß und mit Bus und Zelt und Freunden in Portugal unterwegs, aber genauso gern in einem verschlafenen Dörfchen in den Bergen der Cevennen in Südfrankreich …. und in Griechenland vor vielen Jahren einfach drauf los zu reisen, von Insel zu Insel, ohne vorher zu wissen, wo wir schlafen würden, das fand ich auch toll … Ihr seht, ich bin keine Freundin von Rankings 😉
  4. Wenn morgen das Internet abgedreht werden würde: was würde euch daran am meisten fehlen?
    Die sehr einfache und schnelle Möglichkeit der Kommunikation und das (zeitweise auftauchende) Gefühl, mich anderen Personen nahe fühlen zu können, auch wenn sie nicht neben mir sitzen. Und natürlich die unendlichen Möglichkeiten der Informationssammlung, die ich allerdings phasenweise  gleichzeitig überfordernd finde…
  5. Was überrascht euch am meisten an euch selbst?
    Dass ich mir manchmal innerlich so unglaublich klar über etwas bin, dies aber niemandem auch nur ansatzweise in dieser Klarheit verständlich machen kann. Sobald ich es ausspreche, klingt es völlig anders, chaotisch und überhaupt nicht so, wie es sich noch ‚innen‘ angefühlt hat. Das finde ich sehr strange und immer wieder aufs neue erstaunlich. Und es führt dazu, dass ich unterschwellig das Gefühl habe, ein Leben in zwei verschiedenen Welten zu leben.
  6. Was überrascht euch am meisten an jemand anderem?
    Hmmm… das ist ja sehr personenabhängig. Natürlich überrascht mich, wenn jemand anders reagiert, als ich es erwarte oder wenn plötzlich Dinge zum Vorschein kommen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Da ich aber meistens sowieso eher offen anderen gegenüber eingestellt bin, überrascht mich selten wirklich etwas. Es sei denn, jemand behauptet eine Sache sehr deutlich und tut dann aber genau das Gegenteil. Und es überrascht mich manchmal, dass manche Menschen sich irre schnell über Dinge aufregen, die mich einfach nicht aufregen. Und da mich selbst nicht so schnell etwas aufregt, kommt das öfter vor ;-D
  7. Was wollt ihr niemals wieder essen?
    Amaretto-Kekse und MonCherie
  8. Wo ist der beste Platz zu leben?
    Spontan: da wo mein Herz zuhause ist. Alles andere ist vmtl. egal, wobei ich in einer Großstadt schon besonders gut aufgehoben bin. 😉
  9. Wenn ihr eine Entscheidung in der Vergangenheit ändern könntet, welche wäre das?
    Hmm, das finde ich schwer. Ich glaube ja, ich bin die, die ich bin, gerade weil ich all die Dinge in meinem Leben so entschieden habe, wie ich sie entschieden habe. Wenn ich früher gelernt hätte, auf meine innere Stimme zu hören, wäre ich möglicherweise einen anderen beruflichen Weg gegangen und entweder Goldschmiedin oder Tanzlehrerin geworden. Manchmal denke ich, das wäre gut geworden. Andererseits schmiede ich inzwischen sehr begeistert privat und vielleicht macht mir das viel mehr Spaß, als wenn ich davon leben müsste. Aber wer weiß, wohin mich das geführt hätte… da kommen wir aber zu der Frage, ob unser Leben in seinem tiefsten Zusammenhang dann wirklich anders ausgesehen hätte und ob es ein Schicksal gibt oder nicht. Aber das vertiefe ich hier mal nicht, auch wenn ich sehr gern darüber philosophiere 😉
  10. Was macht einen Tag zu einem lebenswerten Tag?
    Jeder Tag ist für mich lebenswert, ob er schön ist oder nicht. Jeder Tag ist trotz allen Alltags für mich anders als jeder zuvor. Natürlich muss ich mich selbst manchmal daran erinnern. Ich gebe zu, ich mag intensive Tage: Tage, an denen ich intensiv fühle, wahrnehme, erlebe oder ein intensives Gespräch führe, Tage, an denen ich in irgendetwas ‚versinke‘ oder ‚eintauche‘, an denen es mir gelingt, ganz im Moment zu sein … die mag ich besonders.
  11. Worüber würdet ihr nie auf eurem Blog schreiben?
    Über Mode, Kulinarisches und über Gärtnern. Das liegt mir einfach nicht. Das können andere viel viel besser.

😉

Geschafft.

Viel Spaß beim Lesen und nochmal vielen Dank für die Fragen an Paleica!!

12 Kommentare zu „Ein Stöckchen kam geflogen …

    1. Ja. Stimmt. Hab ein wenig überlegt. In diesem Zusammenhang fand ich das aber so stimmig für mich. Ich selbst lese ja auch gern zwischendurch mal etwas persönlicheres über die Menschen hinter den Blogs, denen ich folge. 😉

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