Kunst im Supermarkt

Sehtest

Im Hamburger Oktober gibt es seit drei Jahren ein kleines, feines Festival namens

Knotenpunkt.

Organisiert von der Affenfaust-Galerie präsentieren sich

40 internationale Künstler aus den Bereichen urbaner und zeitgenössischer Kunst.

Im Rahmen des Festivals entsteht jedes Jahr das ein oder andere Mural an Hamburgs Wänden:

z.B. der/die (die inzwischen gecrosste/n) Tiger von Björn Holzweg in Altona

oder die Riesenspinne von Nychos im Gängeviertel.

Im Zentrum des Festivals steht jedoch die Ausstellung

in den Räumen der Affenfaust-Galerie,

die sich in den Räumen eines ehemaligen Supermarktes auf St. Pauli befindet.

Auf meinem Weg vorbei an den Graffitis im vorvorletzten Post

musste ich mir die Ausstellung unbedingt ansehen.

Vor einigen Werken bin ich länger stehen geblieben

und habe ein paar Eindrücke mitgenommen.

Etcetera

Boje Arndt Kiesel

Pistaziengesichter

Brokovich

Kindertraum

Brokovich

Superschränke

Elmar Lause

Meteorit

Elmar Lause

Batmans Mäuse

Wenn ich bloss noch wüsste, wie der Künstler hieß ….

Presidents Car

Fabian Wolf

Everything is going wrong

Fabian Wolf

One Dollar

Christian Holtmann

Knicks

Seikon

Affenfaust Galerie

Einblick in die Galerie

***

Es gäbe noch viele mehr …

Sehr lohnens- und empfehlenswert für alle, die sich auch im kommenden Jahr noch für diese Art von Kunst interessieren, nicht zu groß und gut überschaubar, unüberlaufen und interessant. Die Atmosphäre war entspannt und unaufgeregt. Mir hat die Ausstellung sehr gut gefallen. Das ein oder andere Kunstwerk hat mich eine Weile beschäftigt und es gab genug Raum, sich Zeit zu nehmen und die Werke auf sich wirken zu lassen.

Ich schätze, auch 2016 wird das Festival wieder in Hamburg stattfinden.

***

28 comments on “Kunst im Supermarkt

  1. Sehr interessanter Beitrag! Und die Bilder der Ausstellung sind wirklich gut! 🙂 Wenn ich könnte, würde ich es mir glatt selber anschauen… aber leider, leider wohne ich dafür zu weit weg. 😉

    Gefällt mir

    • Danke. Die Ausstellung hat mir eben sehr gut gefallen, ich wollte letztes Jahr schon hin, hab es aber verpasst und in diesem Jahr hat es geklappt. Als ich da war, war es total leer, so dass ich in in meinem eigenen Tempo wirklich Ruhe hatte, die Werke wirken zu lassen. Ich kann das nur empfehlen, die Auswahl war gut, es hätte noch viel mehr gegegben, was ich hätte fotografieren können, aber dann wäre der Post geplatzt 😀 Vielleicht gibt es so eine Art Ausstellung ja auch irgendwann in deiner Nähe. Es lohnt sich! 😉

      Gefällt 1 Person

    • Nach dem, was ich bisher von dir wahrgenommen habe, denke ich das auch 😉 War eine spannende Sache, ich war zu dem Zeitpunkt meines Besuchs, an einem vernieselten grauen Spätnachmittag, fast die einzige Besucherin. Ich mag sowas sehr, weil ich dann ganz in meinem Tempo und ohne fremde Interpretationsversuche von links und/oder rechts mithören zu ‚dürfen‘, betrachten und entdecken kann. Einige der Werke haben mich ziemlich nachdenklich gemacht. Alles in allem eine tolle Ausstellung, von der ich noch mehr Fotos hätte mitnehmen und zeigen können, aber ich will ja niemanden überstrapazieren 😀
      Regengrüße, Andrea

      Gefällt mir

  2. Finde die Vielfalt sehr gut. Die Ausstellung könnte mir auch gefallen. Natürlich mag ich solch eine Vielfalt, weil, wie man so schön sagt, ‚für jeden was dabei ist‘. Das gibt mir oft eine initiale Zündung der Phantasie und man entdeck auch in anderen Werken etwas, an denen man sonst vielleicht nur kurz stehengeblieben wäre.
    Andererseits kann natürlich auch eine Ausstellung, die auf einen Künstler reduziert ist, gerade deshalb spannend sein, weil man sich auf sein Werk konzentrieren ‚muss‘ auch wenn es einem fremd erscheint und man zuerst keinen Zugang findet.

    Gefällt mir

    • Also, ich finde auch, beides hat was. Bei dieser Ausstellung fand ich toll, dass sie mir einen interessanten Überblick gegeben hat, was gerade so thematisch dran ist. Ich fand einiges sehr faszinierend. Manches düster. Aber irgendwie hat es auch meinen Nerv getroffen.
      Es sprechen einen dann ja immer manche Sachen stark an und bei manchen dockt überhaupt nichts an. Da geh ich dann vorbei. Aber an manche Sachen denke ich immer noch manchmal.
      Bei Ausstellungen von einem Künstler, ich war im Sommer in München zB in einer über eine Fotografin der 60er, lässt man sich halt eher auf den Künstler und seine Sicht auf Dinge und Personen ein. das kann sehr intensiv sein.
      Auch spannend.
      Auf jeden Fall mache ich das zu selten, aber die Zeit, die Zeit, die Zeit … 😊
      Liebe Grüße, Andrea

      Gefällt mir

      • Ich will jetzt nicht sagen das mich aktuelle Themen nicht jucken, aber oft habe ich das Gefühl das da was bedient wird, was mich nicht weiterbringt. Weltfrieden will ich auch, Flüchtlingen muss geholfen werden und Pegida ist einfach ein Scheiß Pack…. ..finde ich. Da muss man mich nicht erst überzeugen. Um die Themen möchte ich mich aktiv kümmern.
        Faszinierend finde ich jedoch die Facetten im persönlichen. Ich glaube die Ausstellung in München hätte mich auch angesprochen, weil ich gerne fühlen möchte wie jemand die Welt sieht. Ich möchte neugierig gemacht werden mich weiter darüber zu informieren. Diesen Reiz bekomme ich meistens dann doch bei Ausstellungen die sehr fokussiert auf eine Person sind.
        Auf jeden Fall mache ich das zu selten, aber die Zeit, die Zeit, die Zeit … 😊 😉 …was eigentlich ziemlich blöd ist, da es mir jedes mal so viel gibt und es eigentlich ein ziemlich einfacher Schritt ist abzutauchen. Eigentlich. Aber, wie man so sagt, eigentlich sollen wir ja auch alle viel mehr Schwarzbrot essen! 🙂
        Liebe Grüße auch an dich, Markus

        Gefällt mir

      • Naja, also Aktuelles bekommt man ja zu Genüge aus der Tagespresse oder sonstwo her, das brauche ich da auch nicht. Andererseits ist es doch spannend, WIE das Aktuelle die Künstler jeweils beeinflusst und wie sie den Blickwinkel darauf werfen und lenken, wie sie ausdrücken, was sie beschäftigt und was sie aus unserer Zeit wahrnehmen, heraus filtern und (sich) zum Thema machen. Und welcher Formsache sie sich bedienen. Das fand ich schon interessant. Auch wenn die Kunst auch immer ‚Moden und Trends‘ unterliegt, was es manchmal schwierig macht. Findet der Künstler immer nur die Form, die gerade angesagt ist oder auch anderes? Das macht mich jedes Mal neugierig. Und auch zu merken, welche Werke MICH selbst ansprechen und welche überhaupt nicht oder gar Abwehr erzeugen. Vielfältiges Erlebnis, sowas 😀
        Aber klar, wenn man einen Künstler ‚verstehen‘ will oder in seine Art zu schauen, zu denken und sich zu vermitteln, einfühlen möchte, dann ist eine Ausstellung zu einem einzigen Künstler natürlich viel besser. Die Ausstellung in München war über Evelyn Hofer (1922-2009) und lief witzigerweise (hab ich gerade herausgefunden) bevor sie nach München ging, auch in Bochum (http://www.m-bochum.de/expopic.php?SID=hazCAeFV3Ocb&eid=134&iid=1). Ich fand die Arbeiten beeindruckend, abgesehen von der Zeit, die sie in ihre Arbeit gesteckt hat, hat sie auch so Sachen gemacht, wie bei Leuten klingeln und fragen, ob sie mal aus ihrem Fenster auf die Stadt gucken darf und hat dann von dort quasi aus deren Sichtweise Bilder geschossen … 😉
        Interessante Arbeiten, im Grunde könnte man sich mit solchen Menschen viel mehr auseinander setzen.
        Ja, warum tut man es so selten?? Gute Frage … aber nichts ist in Stein gemeißelt und man kann es ja jederzeit einfach mal anders machen 😉

        Gefällt mir

      • Was fuer ein Mist, dass ich die Austellung verpasst habe. Haette ich echt gerne gesehen!!! Die Bilder sprechen mich absolut an und ich haette auch echt Lust noch mehr ueber sie zu erfahren. Allein schon die Tatsache mit dem Anschellen bei fremden Leuten. – So oft habe ich mich im Nachhinein geaergert ein Foto nicht gemacht zu haben oder nicht noch naeher rangegangen zu sein oder jemand nicht gefragt zu haben. Das war wie gesagt auch ein Grund fuer Point Blank.. …diesen Schritt eben bewusster zu machen. Klar, ich mache ihn zwar nicht immer… …aber wesentlich oefter.
        Warum man es so selten tut? Wenn ich einfach nur rumlatsche kann es sein, dass ich ein paar Bilder hinkriege dir mir gefallen. Durch die Serien die ich machen moechte erzeuge ich mir einen gewissen Druck. Gehe ich jedoch strukturiert an eine Serie (Thema, moegliche Orte, wie komme ich GANZ nah dran, WAS will ich, …) so gibt es oft diesen Funken der so ne Art Feuer entfacht und ich MUSS DIESES BILD EINFACH HABEN. Die Pommesbudenfrau fragen ob ich die Friteuse mal ganz nah knipsen darf, den Kunden im Beautysalon bitten ob ich ein close-up der Gesichtsmassage machen darf, mit russischen Eisfischern quatschen ob ich mal darf… …was sollen sie auch sagen wenn man freundlich fragt. Ausser ein schroffes „Nee“ ist doch nichts zu erwarten. Witziger weise kam dies aber nicht. Demnaechst wollte ich mal die Hektik in einer Restaurantkueche und die Arbeit eines Taettowierers aufnehmen.
        Interessanter weise waren die intimsten Fotos die ich gemacht habe, die Kinderportaits im Kinderheim. Irgendwie gab es in dem Fall keine Barriere zu ueberwinden, da wir uns einfach sehr nahe waren/sind. Fuer sie war die Kamera aber irgendwie garnicht da. Fuer mich auch nicht. 🙂

        Gefällt mir

      • Mir haben die Bilder von der Hofer auch sehr gut gefallen, einige haben mich schwer nachdenklich gemacht. Dadurch, dass ich inzwischen selbst so viel fotografiere, bin ich völlig anders in diese Ausstellung gegangen als das noch vor zwei Jahren der Fall gewesen wäre.
        Ich gehe (bis jetzt) ganz anders an meine Bilder heran als du. Eigentlich fotografiere ich meistens völlig intuitiv. Am liebsten laufe ich tatsächlich einfach irgendwie durch eine Gegend, die mich interessiert oder wo ich gern bin, konzentriere mich auf meine eigene Stimmung und auf das, was ich durch diese wahrnehme. Manchmal habe ich auch eine Idee, aber eher so vage.
        Ich versuche, mich völlig von meinem Blick leiten zu lassen. Vor noch gar nicht langer Zeit bin ich immer in Gedanken gewesen, wenn ich draußen gewesen bin, habe viel weniger gesehen, jetzt entdecke ich die interessantesten Dinge, Ausschnitte, Ecken, Sachen, überall. Faszinierend. Und entspanne mich viel mehr dabei und empfinde solche Gänge als komplettes Abtauchen.
        Aber ich bin gespannt, es auch anders auszuprobieren: mit einem Thema losgehen, vorher überlegen, wo finde ich sowas, was genau interessiert mich an dem Thema, wie mache ich es zu meinem ganz eigenen … das spornt mich nochmal neu an, in diesem Sinne, doppeltes Danke für den zugeworfenen ‚ANKER‘ 😀 Das ist ein anderes Arbeiten. Und es macht mich neugierig.
        Das Gefühl von ‚Das Bild muss ich unbedingt haben!‘ kenne ich inzwischen aus. Das geht dann gar nicht anders. 🙂
        Und deine Ideen finde ich klasse, ich kenne flüchtig eine Frau, die ein Tattoo-Studio hat, auf so eine Idee wäre ich noch gar nicht gekommen … warts ab, ich lern noch jede Menge von dir, bis ich dir irgendwann deine Ideen klau!!! 😉
        (Keine Sorge, ich werde brav sein.)
        Das mit dem Kinderheim hab ich übrigens erst gar nicht kapiert, aber ich hab mal deinen Blog durchwühlt :D, jetzt erschließt es sich mir. Tolle Sache!!!
        Und ich glaube, das ‚Ganz-nah-dran-sein-wollen‘ ist das, was ich an deinen Arbeiten so beeindruckend finde! LG

        Gefällt mir

      • Ich knipse eingentlich auch viel intuitiv und es ist ein schoenes Gefuehl abzutauchen. Das strukturierte arbeiten ist eigentlich fuer die Momente gedacht, die ich nicht intuitiv abarbeite, damit ich keine Sachen vergesse. Es macht mir aber beides Spass.
        Als Christian und ich PABUCA gemacht haben, haben wir auch festgestellt wie unterschiedlich wir die Themen angehen. Fuer acht Wochen im voraus, war ja alles fuer jederman planbar. Bei mir haben sich oft Knipstouren themenmaessig ueberschnitten. Was einem gerade vor die Linse kam. Christian hat glaune ich mehr so lange gearbeitet, bis seine Serie fertig war. – Wichtig finde ich ich nur, dass man sich nicht selbst einengt.. ..“Ich mach nur intuitiv!“ oder „Ich mach nur strukturiert!“ Wie es gerade am besten passt.
        Bin ja mal gespannt auf deine Anker Serie. Echt schoen mitzubekommen, dass du so mit Freude rangehst.
        Ich weiss gar nicht, ob man Ideen ueberhaupt richtig klauen kann. Ist doch sowieso schon alles fotographiert. 🙂
        Upps, hatte ich noch gar nicht erwaehnt. Wir machen hier in Russland Projekte mit Kinderheimen, Kinderkrankenhaeusern und Krankenhaeusern, die weit weg im nirgendwo liegen und sonst keine Hilfe bekommen. Neben materieller Unterstuetzung ist es uns aber wichtiger mit den Kindern gemeinsam was zu machen und ihnen zu zeigen, dass sie immer noch ein Teil der Gesellschaft sind… klar, und halt gegenseitig Liebe schenken. Die Zusammenarbeit mit der paedagogisch sehr professionel arbeitenden Heimleitung ist absolut klasse und freundschaftlich. Gibt uns allen sehr viel!!!
        Danke fuer das liebe Kompliment.
        LG

        Gefällt mir

      • Ich hab vorgestern einen morgendlichen Spontanausflug an den Hafen gemacht, weil es mir in den Fingern gekribbelt hat. Bevor ich en ersten Anker gesehen habe, sah ich: ….. Einen Straßenmusiker!!!!! 😀 Hab ich natürlich gleich geknipst. 🙂 Natürlich aus der Ferne. Und in Erinnerung an unser Gespräch sind mir ganz andere Gedanken dazu gekommen und ich war fast versucht … Ihn anzusprechen 😀 Aber man muss ja langsam an Veränderungen arbeiten.
        Jedenfalls sind Anker echt schwer, in Szene zu setzen. Viel schwerer als Straßenmusiker:D immerhin hängen sie da entspannt rum und man hat viel Zeit. Und ja, mir macht es Spaß, ich ziehe aus dem Fotografieren eine Menge Energie. Und an Themen strukturiert ran zu gehen, ist eine andere Nummer, mehr innere Arbeit, aber spannend.
        Ja und die Geschichte mit eurem Einsatz für russische Kinder, die klingt einfach gut. Schön, wenn man so eine Aufgabe für sich findet, dann bekommt man sehr viel zurück!! Liebe Grüße aus dem Westen

        Gefällt mir

      • ..eeeyyyyy!!!! …das sind meine Strassenmusiker, Finger weg vom Ausloeser! Mein Job!!!
        OOOhhhh, Anker sind so schwer zu knipsen, ich habe einen angesprochen und er ist gar nicht auf mich eingegangen. Ich glaune er fuehlte sich seines nautischen Persoenlichkeitsrecht beraubt. Ooohhh, ich will auch Strassenmusiker knipsen.. …die rennen wenigstens weg und geben dann immer so ne hippe Bewegungsunschaerfe. …heul doch! 😉
        Ey, und ich sachnoch: „…mehr als ein rotziges neee kann man nicht ernten, wenn man jemand bittet ihn knipsen zu duerfen..“ Von wegen! Es gibt ein mehr: Habe beschlossen noch einen zweiten Teil von „People at work“ zu machen. Ab und zu muss ich hier in Russland in diese kleine Druckerei um Werbeposter abzuholen. Dachte mir, dass der Typ der dort arbeitet sich doch prima vor seinen ganzen Druckmaschinen macht. Ich also hin und erzaehl ihm was von Fotoblog, privat, interessante Motive, Er auf Foto… …und der glotzt mich nur an ohne ein Wort zu sagen.. ..ich werd nervoes und erzaehle es nochmal.. ..und er glotzt mir weiter noch strenger in die Augen ohne ganz demonstrativ nix zu sagen… …bis mir auffaellt, dass er denkt das ich ihn wohl „lieb habe“ (das haben die hier gar nicht so gerne!)… ..um die Situation zu retten und Konsequenz zu zeigen verkruemel ich mich einfach. Nu, so kann’s gehen.
        Dafuer war ich schon erfolgreich beim Strassenmusiker knipsen. Soh, jetzt du!
        Die Arbeit mit den Heimen und Krankenhaeuser gibt mir echt sehr viel. Sie schweisst uns hier auch enger zusammen, da man auch schwierige Erlebnisse (Gewalt, Drogen, Vergewaltigung an den Kindern) besser verarbeitet. Klar, und die schoenen Erlebnisse werden dann doppelt so schoen, wenn man sie unterseinander teilt.
        dosvedanya!

        Gefällt mir

      • 😀 Also MEIN Straßenmusikerbild ist wirklich schön geworden …… ich bin beeindruckt. Aber ok, ich werde es schön für mich behalten und irgendwann, wenn viel viel Gras über die Sache gewachsen ist und wir längst jeweils irgendwo neben unserem Rollator sitzen und Schach spielen, dann poste ich es und wenn du es siehst, dann darfst du dich an alte Zeiten erinnern. Ist das ein guter Plan??
        Hmm … jaja, so kann es einem gehen. 😀 Vielleicht nimmst du beim nächsten Mal besser deine Frau mit, dann sind die Herren vielleicht beruhigt. Aber das zeigt mir wieder, es ist gar nicht sooooo ungefährlich, Leute anzusprechen, ob man sie fotografieren darf, meine Intuition hält mich nicht umsonst davon ab. 🙂 Abgesehen davon bin ich gespannt auf die nächste Staffel deiner ‚People at work‘ Serie, die erste (bzw. letzte) hat mir ausgesprochen gut gefallen.
        Und diese Anker …… ja, naja, wir werden sehen. Ein wenig hab schon, eins ist echt gut, die andern, mal schauen und ich werde weiter sammeln.
        Du hast mit einem Anker gesprochen? Und der hat dich nicht verstanden?? Das ist aber interessant, manchmal denke ich, gewisse Dinge lassen sich vielleicht ohne viele Worte auch besser lösen. Obwohl ich Reden grundsätzlich für sinnvoll und hilfreich halte.

        Und was deine Arbeit in Russland angeht: es ist nicht ganz ohne, soziale Arbeit zu leisten. Man erfährt viel Gutes daraus, aber man erfährt eben auch vieles, was sich nicht mal eben so wegstecken lässt. Aber aus meiner Erfahrung hilft es einem sehr, mit Menschen zusammen zu arbeiten, mit denen sich gut reden lässt, mit denen man die Arbeit teilt. Somit lassen sich schwierige Geschichten, Erlebnisse oder Erfahrungen deutlich besser tragen oder be/verarbeiten. Denn denen begegnet man zweifelsohne in diesem Bereich. Und auch als Helfer muss man ja damit umgehen lernen.
        Intensive Arbeit.
        Was heisst ‚dosvedanya‘?

        Gefällt mir

      • Okay, machen wir so. Die Strassenmusikergeschichte von dir bleibt erstmal Geheimakte bis du es dann bei WP3000 als Hologramm postest.
        Danke, freut mich, dass dir die PeopleAtWork Serie gefaellt. Werde aber erst mal in Ruhe sammeln. Bin mal gespannt was ich so finde.
        Sehe ich auch so. Reden ueber das Erlebte ist extrem wichtig. Da ist es auch wichtig, dass man Menschen hat die solche Projekte machen, mit denen man eine Basis hat. Oder anderes, durch diese Arbeit wird die Basis zu den Menschen noch verstaerkt. Witziger Weise hat sich ein Gefuehl aber abgeschwaecht oder ist gar nicht mehr vorhanden: Mitleid. Das finden wir sehr wichtig, da es eine bessere und authentischere Ebene zu den Kindern schafft.
        ..ach ja, dosvidanya… …auf Wiedersehen. 🙂

        Gefällt mir

      • 🙂 Gebongt. Geheimakte: STMU11/15. Unter Verschluss.
        Ja, Mitleid. Das kenne ich. Wenn man in Bereichen arbeitet, in denen es wirklich an die Substanz geht, kommt man mit Mitleid nicht weit. Es nützt niemandem etwas. Mitgefühl ist etwas ganz anderes. Das öffnet Türen und Energien, für den anderen etwas zu tun, ihn/sie zu unterstützen, ein Miteinander zu entwickeln, was nach vorne bringt. Mitleid hat sowas Lähmendes, Überforderung, Wertung und auch letztlich Abgrenzung. Ich kenne das aus meiner eigenen Arbeit früher, man gewöhnt es sich ab. Man braucht es nicht. Leben hat so vielfältige Wege und Formen.
        Ach, krieg ich grad nicht formuliert. 🙂 Egal. Es klingt gut, macht neugierig.
        Liebe Grüße, Andrea

        Gefällt mir

      • okay, pssst!
        Das stimmt. Es bremst einen selbst und andere aus und steht eigentlich für eine gewisse Ohnmacht sich dem Problem nicht stellen zu können. Mitgefühl ist jedoch wichtig, um Ansätze verstehen zu lernen, wo man mit dem ‚vorwärts‘ beginnen kann.
        Wow, klingt echt gut! 🙂
        Es gibt vielleicht auch einen Mechanismus, bei dem man wie mit einer Giesskanne flächendeckend und schnell Lösungen erzielt. Schöner, kostbarer und wertschöpfender ist allerdings ein individueller Weg, weil er auch eine bleibende Bindung zwischen Menschen schaffen kann.
        Liebe Grüße, Markus

        Gefällt mir

      • Vermutlich ist das auch der Weg, der am ehesten konstruktiv ist. Das kennen wir doch alle selbst auch, oder? Am schönsten ist es, wenn man gesehen wird und mit dem Gegenüber eine ‚echte‘ Begegnung stattfindet. Das ist Kontakt, das ist das, was uns weiter bringt und das ist lebendig. Daran wachsen wir. Denke ich mal so.
        Liebe Grüße! Andrea

        Gefällt mir

      • Total, das gefällt mir auch. 🙂 Kostet einen aber ja je nachdem durchaus manchmal Überwindung, die sich aber ja doch oft lohnt. Sonst bleiben die Dinge (und die Menschen) durchaus weiter weg.
        Schwächen,… hmm, meinst du damit, dass man im direkten Kontakt eben auch Nähe zeigen kann/muss und somit auch der in die Verlegenheit kommt, dass der andere nicht nur die ’schönsten‘ Seiten von einem sieht oder mitbekommt??

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s