29 comments on “Überfluss

    • 😉 Jaaa, das kann ich mir vorstellen, ich hatte auch einen dabei, der sehr begeistert war von all den Messis und Robbens etc. …
      Ich bin da echt ambivalent beim Thema Überfluss an dieser Stelle. Das kriegt so leicht eine moralische Komponente, die ich gar nicht transportieren will. Die Menge der gleichartigen Dinge auf einem Haufen fasziniert mich auf solchen Events komplett. Schon geil.
      Andererseits sind das meiste davon Dinge, die niemand wirklich braucht, bestimmte Leute leben jedoch davon, dass man das hundertsiebte Kettchen auch noch kauft. Die Welt ist echt widersprüchlich und vielseitig, deshalb möchte ich am liebsten einfach nur beobachten. Weniger werten. Ist aber schwer 😉
      Danke dir!!

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  1. Ja, fein, die Serie gefällt mir echt gut. Die Puppen gucken mir zwar ein bisschen zu glücklich, aber das kann ja mit der Zeit noch werden. Und das letzte Bild (mein Favorit) geht schon ganz gut in die Grusel-Richtung. Chucky läßt grüßen. 🙂
    Ich tu mich mit solchen Alltagsbildern auf Märkten immer schwer, vielleicht weil ich immer nur das einzelne Bild sehe, in Serie wirkt das gleicht spannend. LG. Jörg

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    • Danke Jörg! Das freut mich!! 😊
      Mir fiel hier nur diese Masse an Zeug auf, die mich leicht kribbelig macht, abgesehen von den vielen Leuten, die sich über solche Märkte meistens schieben… Deshalb hab ich mein Interesse einfach aufs Fotografieren gelegt. Und mich gefreut, dass soviele ‚Haufen‘ dabei herauskamen.
      Jaaa, und die Puppen(Köpfe) haben mich tatsächlich an was erinnert 😄 Sind quasi mein Mitbringsel… Auch wenn sie für dich natürlich noch viel zu nett sind. Ist schon klar 😉
      Aber immerhin 😄😄

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  2. Wirklich eine schöne bunte Welt! Man bleibt sofort beim ersten Bild hängen. Ich habe mal einen weißen Weihnachtsbaum gesehen, woran ich sofort bei dem Bild denken musste. Es hat auch eine schöne Tiefe, die greifbar ist.

    Das zweite Bild erweckt bei mir leichte Ansätze zum Gruseln. Irgendwie stimmt die Größe der mittleren Puppe nicht. Das reißt einen irgendwie aus der schnuckeligen Vorstellung, dass dort Puppen liegen. Das schafft was echt Spannendes und Ungewohntes.

    Ja und die ‚Justin Bieber Puppen‘ mit den Trikots haben echt was schön ‚massenhaftes‘. Witzig, weil ja eigentlich die normalen Schaufensterpuppen alle gleich sind. Trotzdem haben die normalen Schaufensterpuppen etwas neutrales an sich, was man nicht bemerkt. Hier merkt man erst durch das pseudo-individuelle die Gleichschaltung. Wie in der Mode. Wenn alle plötzlich Anzüge tragen, hat das was von Sparkassencharme. Wenn alle sich anziehen wie traurige Schlümpfe, sind das wohl Emos. Ich habe da überhaupt nichts gegen. Es ist nur interessant zu sehen, wie schnell solch eine Gleichschaltung sich in der Gesellschaft durchsetzt. (Also falls jemand in einen Anzug gezwängt wurde oder ein Emo ist. Nix für ungut! Alles easy! Sparkasse sowieso! 🙂 )

    Ach ja. Wurde ja oben schon diskutiert. ‚Überfluß‘ empfinde ich nicht so richtig beim betrachten. ‚Massenhaft‘ ist der Eindruck der bei mir erzeugt wird. Dieses ‚Same, same… ..but different‘ (was ich in den letzten Wochen öfter wahrgenommen habe, war glaube ich von Paleica?) passt auch ganz gut. Ist aber auch egal. Schön ist, dass die Bilder anregen.

    ‚Tschöö‘, Markus

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    • 🙂 schön, schön, wenn die Gedanken angeregt werden.
      Genau, mir ging es weniger um den Überfluss an ‚überflüssigen‘ Dingen, als um die Menge der Dinge auf einem Haufen. Beeindruckend, wie ich finde. Gerade in der Serie.
      Stimmt, die Puppen sehen seltsam aus. Der Herr Dosenkunst fotografiert manchmal Puppenköpfe auf Flohmärkten etc., was ich sehr gruselig finde. Diese vielen, mit leerem Blick guckenden Puppen haben mich an seine Arbeiten erinnert. Er war auch gleich ganz begeistert 😀 (schönen Gruß!)
      Und die Fussballjungs, tja, seltsam, oder? Witzigerweise sind ja hier umgekehrt zum Thema ‚Mainstream‘ die Klamotten unterschiedlich (also, ja, alles Trikots, aber eben verschiedene), aber die Puppen gleich. Das dreht die Angelegenheit um.
      Die optische Gleichschaltung oder Uniformierung zugunsten einer Gruppenzugehörigkeit ist heute echt stark. Finde ich. Vor zwanzig, dreißig Jahren gab es verschiedene Gruppierungen, die sich klamottentechnisch ‚gleichgeschaltet‘ hatten (Punks, Psychobillies, Teds, Popper, Grufties, Kos etc.), heute gibt es weniger verschiedene Gruppierungen, aber jede Menge Gleichschaltung. Brauchst du nur mal in die einschlägigen Klamottengeschäfte zu gehen und versuchen, eine Hose in anderer Form zu bekommen, als die, die gerade gängig sind. Schau dir manche Schulklassen an: wow, alle gleich :D, wobei, bei manchen Schulklassen stimmt es, bei anderen nicht, allein aufgrund verschiedenster Nationalitäten. Dennoch.
      Einen Haufen Anzugsträger erinnert mich immer sehr gern an Momos ‚graue Herren‘ ;), wobei ich keinem Anzugträger auf die frischgeputzten Füße, ähm Schuhe treten will. In bestimmten Branchen herrscht Kleiderordnung, das habe ich selbst in meinem Arbeitsbereich nie kennen gelernt (außer im Krankenhaus, da ist das ja auch so), aber ich hatte neulich ein Gespräch mit zwei Frauen, die in Banken/Versicherungen arbeiten. Nicht dran zu denken, dass man da anders als mit Kostümen zur Arbeit geht.
      Verrückt.
      Naja… so ist es eben.
      Und hier sind die Köpfe optisch gleichgeschaltet ;), ob das (im übertragenen Sinne) besser ist wage ich zu bezweifeln … vielleicht auch deshalb ein kleiner Grusel hinter dem Ganzen.
      Aber das ist eine andere Geschichte.

      Lieben Gruß, Andrea

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      • Ich habe auch noch ein Puppenkopffoto, was bald kommt. Ein Puppenraparaturgeschäft, wo die Köpfe sich in den Fenstern stapeln. Gruselig.

        Du, ich muss dir leider widersprechen. Die Trikots sind doch alle gleich… …ALLES die falschen Vereine! 😀

        In den 80ern hatte ich auch das Gefühl, dass es irgendwie eine Zeit war, in der sich immer mehr neue oder Untergruppen formieren. Die haben es aber auch irgendwie alle bitterernst gesehen und mit einer Art Überzeugung gesehen. (ganz kurz, was sind denn ‚Kos‘.. …oder hat die Autokorrektur das aus ‚Mods‘ gemacht?).
        In den 90ern hat man sich dann irgendwo bei den Grunge-Leuten oder in der Technoszene getummelt.. …war aber irgendwie freier.. ..zumindest mit nicht so einer Verbissenheit.
        Ja, und ab den Nullerjahren ging es dann nur um die Kleidung ohne irgendeinen ideellen Ballast. Alles war erlaubt… …und nichts stand für irgendwas. Mode-Punk-Hippie-Nerd. Habe mal echt ganz sparsam geschaut (als ich mir eine Jeans geholt habe, bei der ein halbes Bein aus einen Schotten-Karo gestand) als der Verkäufer voller Überzeugung meinte, das sei ‚Punk-Royal!‘
        Der Kosumdruck auf Kinder ist natürlich extrem hoch. Es ist natürlich leicht dahingesagt, dass es AUCH eine Erziehungsfrage ist… …ist es aber glaube ich im gewissen Maße trotzdem. Wenn ich dem Kind nur vorlebe, dass Äusserlichkeiten wichtig sind, wird es das vielleicht wohl auch so annehmen. Andererseits heißt es ja nicht, dass das Kind ein ’nur meine individuelle Seele und mein ICH zählen‘ akzeptiert, wenn es in der Schule geärgert wird. Erzähl das mal der Mini-Tussi oder Mister-Möchtegern auf dem Schulhof. Trotzdem glaube ich, dass das Reiben an anderen formt. Ist ja heute auch noch so. Nur das die ehemaligen Mini-Tussis und Möchtegerns erstaunlich leise geworden sind und irgendwie auch nicht mehr so überzeugt daher kommen. 😉

        Ich geh jetzt erstmal shoppen! 🙂 😀 LG, Markus

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      • WOHL alle verschieden!!!! 👻👻 Messi, Robben, Neuer … Und das mit dem ‚Falsch‘ … Ach, lassen wir das 😄

        Ja, der Konsumdruck auf die Kids ist groß. Da kann man nur versuchen, soviel Selbstbewusstsein wie möglich zu stärken und immer wieder Werte jenseits des Materiellen vermitteln. Alles andere ist schwer, der Sog des ‚Haben-Wollens‘ ist extrem, wird natürlich durch alles angefixt, was wir Erwachsenen so möglich gemacht haben. Hinzu kommt der verbreitete Gedanke, man müsse den Kindern alles ermöglichen und Recht machen, ihnen jede Hürde nehmen. Anstatt Grenzen deutlich zu machen.
        Na. Langes Thema.
        Und jo, die Helden von damals schauen heute meist ganz anders aus 😄😄

        Und auf die Puppenköpfe bin ich sehr gespannt!!!
        LG, A.

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      • ich bleibe bei ‚falsch’… …ach, da fällt mir gerade ein das wir eben den Saisonstart mit 2:1 gewonnen haben. Fragen? 😀

        Ich denke das ‚den Kindern alles ermöglichen‘ ja nicht heißt ihnen ständig alles aus dem Weg zu räumen. Das ist ja vergleichbar, wie bei einem Vereinstrainer. Nur einfache Gegner rauszusuchen bringt ja nichts. Man muss den Spielern ja auch beibringen anzugreifen, zu verteidigen, einen Rückstand wegstecken und bei hohen Siegen nicht abzuheben. Spielen müssen die dann sowieso alleine. ..um mal so bei meinen positiven Erfahrungen des Tages zu bleiben. 😉

        Liebe Grüße, Markus

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      • 😉 stimmt. Genauso empfinde ich es auch. Ich denke, es ist sinnvoll, wenn die Kids lernen, auch Hürden zu überwinden. Das stärkt. Man kann Ihnen dabei zur Seite stehen. Aber das sind Dinge, die sie fürs Leben brauchen. Denke ich.
        Hoffe, du hattest vor allem positive Erfahrungen des Tages 😀
        Grüße aus dem Norden…
        Andrea

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  3. diese Ideen mit den verschiedenen Themen finde ich sehr gelungen! auch diese Serie gefällt mir sehr gut! Überhaupt die Idee! Arbeitest du die Themen erst aus, oder ergibt sich das während dem fotografieren? Gefällt mir jedenfalls sehr gut!

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    • Dankeschön!! Freut mich sehr, wenn dir die Bilder/Serien gefallen.
      Ich arbeite unterschiedlich. Manchmal ergeben sich Serien aufgrund einer Begegnung, einer Reise, eines Ausflugs, einer Stimmung und Situation, manchmal aber nehme ich mir Themen vor, die mich gerade beschäftigen oder die ich spannend finde.
      Das Thema ‚Überfluss‘ kam mir schon bevor ich auf diesem Markt ankam. Ich bin gar nicht so ein Fan von solchen Märkten, aber mich beeindruckt die große Menge an gleichartigen Dingen, die sich an solche Orten finden lassen. Also dachte ich mir, das halte ich fest. Manchmal habe ich auch eine Idee und suche wochenlang nach entsprechenden Bildern. Das ist ganz unterschiedlich.
      Es ist für mich ein wenig wie Geschichten schreiben.
      Umso schöner, wenn es anderen dann gefällt.
      Herzlichen Gruß aus HH, Andrea

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  4. Liebe Andrea, danke für die ausführliche Antwort! Wie oft gehst du auf Fototour, oder nimmst du dein Fotoapparat so viel wie möglich mit? Ich bin neugierig, wie du bemerkst! Ich nehme meinen Fotoapparat sehr viel mit, mache aber auch manchmal bewusst Fototour! Ich muss mich schon manchmal wirklich entscheiden, ihn doch auch mal zu Hause zu lassen. Nur tue ich mich oft schwer mit der Objektivwahl! Da kann ich mich schwer entscheiden und nehme oft zu viel mit! Liebe Grüsse in deinen Tag. Monique

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    • Hallo Monique. Kein Problem, frage ruhig. Fragen sind immer gut. 🙂
      Das ist ganz unterschiedlich bei mir. Manchmal gelingt mir jede Woche eine Tour manchmal komme ich wochenlang nicht dazu und zehre für die Blogbeiträge von meinem Archiv und meinen spontanen Ideen. Manchmal plane ich auch. Wenn ich auf Reisen bin, dann fotografiere ich meist viel und schleppe die Kamera überall mit hin. Im Alltag habe ich die Kamera meistens nicht dabei, dazu fehlt dann allerdings in der Regel auch die Zeit. Ich brauche meist ein wenig Ruhe dafür und am allerliebsten fotografiere ich, wenn ich alleine unterwegs bin oder mit jemandem, der ähnlich Foto-affin ist wie ich.
      Das Problem mit den Objektiven habe ich bis jetzt nicht, da die Kamera, mit der ich bis jetzt arbeite, kompakt ist. Damit komme ich aber momentan noch sehr gut zurecht und freue mich eher, dass es eben nicht soviel zu tragen gibt. Das stört mich nämlich eher… und ich kann mir auch vorstellen, dass mir die Entscheidung für das jeweilige Objektiv auch sehr schwer fallen würde. Man weiß ja auch nicht immer, was einem begegnet.
      Herzliche Grüße zurück in den Abend,
      Andrea

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