Übergänge

Letzte Ruhe 9

Der Moment,

in dem man begreift, dass eine Idee zu Grabe getragen wird.

Der Augenblick,

in dem man beginnt, Abschied zu nehmen von etwas,

was man für ewig während hielt.

In dem es ruhig wird und still ist.

In dem man verstanden hat.

Endgültig.

Hände und Geist öffnet und los lässt.

Letzte Ruhe 7

*

Letzte Ruhe 8

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Letzte Ruhe 10

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Letzte Ruhe 6

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Letzte Ruhe 1

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Letzte Ruhe 3

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Letzte Ruhe 4

*

Letzte Ruhe 2

In diesem Moment wird Raum frei.

Für etwas Neues.

***

22 Kommentare zu „Übergänge

  1. Das sind echt wunderschoene Bilder. Irgendwie steckt eine grosse Klarheit in den Bildern. Es ist vielleicht auch ungewoehnlich ’solche‘ Bilder im Sommer zu sehen. Meistens sind sie schneebedeckt, mit Frost, grau und trist. Deshalb wirkt das Gruene in deinen Bildern sehr ungewohnt. Wie die Zeit, lange nach den eigentlichen Novemberbilderndie man sonst sieht.

    In Verbindung mit dem Text unterstreichen sie das nochmal. Deshalb weiss ich jetzt nicht, ob es ein Anlass gibt sich Sorgen zu machen oder ob man einen guten Weg wuenscht… ..weil der ja irgendwie schon beschritten scheint.

    Liebe Gruesse, Markus

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    1. 🙂 ach, keine Sorgen machen.
      Das ist eine lange Geschichte, gehört hier nicht her.
      Mir ging es eher um den Moment, in dem man begreift, dass man von einer Idee, ich nenn es mal Idee, Abschied nimmt, wenn einem so richtig bewusst wird, dass sich etwas verändert hat in einem selbst und man Abschied nimmt, weil man tatsächlich akzeptiert, was das Leben einem vorsetzt. In diesem Moment wird gleichzeitig neuer Raum frei: im Kopf, im Bewusstsein, im Herz, wo auch immer. Es ist Zeit für etwas Neues. Das geschieht nicht immer knallbumms, sondern schleichend und irgendwann ist dieser Moment da. Zumindest bei mir. Ich habe mit den Bildern versucht, ihn zu beschreiben, das Ende ist hell und offen, da liegt ein Weg vor einem. Und es ist nicht trist und grau, sondern lebendig und hell.
      Gut so.
      Danke für deine berührenden Worte und dein Gespür, meinen Beitrag so zu lesen und zu sehen, wie du es im Kommentar beschrieben hast.
      🙂 Andrea

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      1. Das Gefuehl kenne ich. Es ist ein sehr befreiender Moment, wenn man loslassen kann. Denn Moment kann man nicht unbedingt bestimmen oder provozieren. Er ist einfach da. Das macht es ja auch so kostbar. Das Bild gefaellt mir gut, dass dann neue Raeume entstehen.
        Liebe Gruesse, Markus

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      2. Allerdings. Befreiend, aber auch seltsam. Ungewohnt.
        Wenn der Punkt wirklich erreicht ist, dann ist es befreiend, das stimmt. Loslassen heisst ja, dass die ‚Hände‘ wieder frei werden.
        Wir werden sehen. Und ja, stimmt, man kann es nur bedingt beeinflussen, dass man den Punkt erreicht. Der Kopf möchte es gerne, aber der Bauch entscheidet nach anderen Kriterien. Eigentlich ganz schön.
        Einen schönen Abendgruß,
        Andrea

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      3. Eigentlich ist es ja die Ehrlichkeit die man spuehrt und die das Gefuehl der Befreiung schafft. Vor Jahren hatte ich mal, nach einer Trennung bei der ich irgendwie nicht loslassen konnte, direkt nach diesem Gefuehl was morgens ploetlich da war, die Probe auf’s Exempel. Ich steh also auf mit diesem tollen Gefuehl. Mach mir’n Kaffee. Mach das Radio an und hoere wie meine Ex auf WDR per Telefon Liebesgruesse an ihren Neuen schickt und ihm ein Lied witmet (Lovefool von den Cardigans). Hammer! Ich dachte das gibt es doch gar nicht! Hab’mich echt totgelacht. Feuerprobe bestanden! 🙂

        Schoenes Bild uebrigens mit ‚den Haenden frei haben‘!

        Liebe Gruesse, Markus

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      4. Oha!! 😀
        Na, das war aber dann ganz knapp und krass.
        Meine Güte, manchmal denkt man sich aber dann auch, MUSS es denn solche Zufälle geben??? 😉
        Gut, wenn es dich in dem Augenblick erwischt hat, als du gerade durch damit warst.
        Mann mann mann 😀
        Wobei das auch schon wieder soviel ‚Absurdes‘ hat, dass man tatsächlich am besten einfach laut lacht und sich freut, dass es vorbei ist. Aber wenn die Dinge so einfach wären, wär ja ohnehin schon alles anders.
        Schlussendlich merkt man in solchen Situationen vermutlich am besten, wo man steht und wie ehrlich man zu sich selbst ist.
        Befreiende Gefühle setzen eine Menge Energie frei.
        Und das ist gut so. Denn man reibt sich ja die (freien) Hände und schaut sich um, was geht!!
        🙂 Voller Tatendrang grüßt, Andrea

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      5. Klar ist es krass, wenn man solch etwas absurdes erfaehrt. Es ist aber gut das es passiert, denn es relativiert ungemein. Man bekommt die ungewoehnliche Chance die ganze Situation noch mal ganz anders zu betrachten. Das ist auch gut so. Das Leben ist schon ne coole Sau! 😀

        toll, ..sich die freien Haende reiben 🙂 schoen, echt.. ..in die freien Haende spucken… …mit den freien Haenden klatschen… …die freien Haende reichen…

        machgut! 🙂 Markus

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      6. 🙂 das Leben ist eine coole Sau und das Schicksal ein mieser Verräter …
        (zugegeben, ein Zitat, passt aber 😀 …)
        Ich stelle fest, ich muss nicht alles verstehen und es gibt auf alles unterschiedliche Perspektiven. Und doch kommt es vor allem darauf an, was man selbst (emotional) für eine einnehmen kann. Davon hängt sehr vieles ab.
        Die freien Hände.
        Und wie viele Türen man in sich offen halten kann.
        Ich mach gut, bestimmt. 😉
        Grüße aus dem Süden, Andrea

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      7. Ist das ein Zitat, echt? Stimmt aber. 😉
        Schade nur, dass man das (oder besser gesagt: den Zeitpunkt) nicht bestimmen kann. Aber man kann dran arbeiten und dann wird es auch passieren.

        dann mach gut so oft du kannst. 😉 😀

        Grüße aus dem Norden, Markus

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      8. Jo, ist ein Zitat bzw. ein Buchtitel: ‚Das Schicksal ist ein mieser Verräter‘, empfehlenswert übrigens. Fand ich.

        Ja, Recht hast du. Das kann man nicht. Man kann sich nur beobachten und vielleicht erreicht man irgendwann diesen Zeitpunkt wirklich. Und dann ist es gut.
        Manchmal stellt man ja auch leider fest, dass man sich zu früh gefreut hat 😀 😀
        Aber so ist das Leben eben.
        Ich übe mich.
        LG von hinter den sieben Bergen, Andrea

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      9. Du, ich sehe gerade, die haben sogar einen Film draus gemacht.
        Das mit dem zu früh gefreut kenne ich natürlich auch. Aber es ist doch auch gut das man Einschätzungen vornimmt, weil das ja zeigt, dass man daran arbeitet und irgendwie ist man ja auch scharf darauf diesen Prozess zu bewerten und man sucht nach Resultaten, die einem den Fortschritt bestätigen.

        LG über die sieben Berge zu den fünf Zwergen. 😉 😀
        Markus

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      10. Ja. Film ist ganz schön, Buch ist aber noch besser, wie so oft. Rührende Story. Hart.
        Hmm… Fortschritt heißt manchmal ja noch nicht ‚Weg-Schritt‘, aber du hast Recht, man möchte so gerne verstehen, wo man steht.
        Meist erkennt man es aber doch erst so ‚richtig‘ im Rückblick…
        Schon spannend, das Leben 😉

        Schneewittchengrüsse aus dem flachen, aber heißen Norden…
        Andrea

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      11. Sollte ich mir mal holen.. ..das Buch meine ich.

        Stimmt. Fortschritt ist einfach eine neue Situation, in der man eine neue Perspektive hat und sich Türen in alle möglichen Richtungen auftun.

        Ali-Baba-Hitzegrüße tief aus dem Westen
        Markus

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      12. Mach das, mit dem Buch. Traurig, aber an vielen Stellen sehr leicht und lustig. Eine etwas adere Geschichte über Leben, Liebe und Sterben.
        Ja, Türen tun sich auf, das war es, was ich anfangs meinte: es öffnet sich neuer Raum, selbst wenn ich das zunächst nur schwer erkennen kann, aber es ist so. Und das ist gut so.

        Die 40 Räuber grüßen aus der Ferne,
        Andrea

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  2. Wenn ich mir nach deinem sehr intensiven Text die Kommentare durchlese, kann ich schon verstehen, was du meinst und das freie Hände und ein freier Geist offen ist für das was kommt. Die Verbindung mit den Bildern suggeriert allerdings etwas anders, loslassen heißt sterben. Dann ist zwar wieder Platz da, aber eher für die Menschen, die nach einem kommen…..
    Nachdenkliche Grüße.
    Jörg

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    1. Hmm … loslassen heisst nicht zwangsläufig sterben, finde ich.
      Vielleicht stirbt ein Teil in einem, von einem, in diesem Fall meinte ich nicht das Sterben meiner selbst.
      Nicht das Leben loslassen, sondern eine Idee, einen Wunsch, einen Gedanken, einen Traum, was auch immer, etwas, was tief in einem verwurzelt ist und eigentlich unumstößlich wirkte. Bis zu diesem Moment, in dem man feststellt, dass man soweit gewachsen ist, dass man Abschied nehmen kann (und vielleicht sogar muss) davon. Genau diese Idee begraben kann. Und es mit offenem Herzen tut.
      Und dann ist Raum für Neues. Auch für neues Leben.
      Nicht für die anderen. Sondern für einen selbst.
      Aber vielleicht hast du Recht, Friedhofsbilder verbindet man immer mit dem Tod, mit dem Tod eines Menschen und mit unwiderruflichen Abschieden.
      Vielleicht ist die ‚Metapher‘ auch zu krass.
      Aber irgendwie erschienen mir diese Bilder sehr passend für das, was ich sagen wollte. Um manche Dinge loszulassen, muss man ein kleines bißchen sterben, anders werden als man war.
      Wie auch immer, danke für deine Nachdenklichkeit!
      Liebe Grüße, Andrea

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      1. Manchmal braucht es vielleicht eine krasse Metaper um wirklich zum nachdenken anzuregen, vielleicht geht das mit Widerspruch los, der dann in was anderes mündet.
        Habe mal drüber nachgedacht, was für … große Ziele, Ideen, … ich begraben könnte und stelle fest das viele davon nicht mit einem Ruck zu beerdigen sind, die sterben über einen langen Zeitraum, verändern sich, werden vergessen und liegen dann schon unter der Erde, wenn ich Jahre später danach suche (um sie zu beerdigen). So wie die Zeit viele Wunden heilt begräbt sie auch viele Ziele.
        Hm… vielleicht sollte ich aufmerksamer durchs Leben wandeln.
        LG. Jörg

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      2. Nein, da hast du Recht, manche Dinge verlieren sich über die Zeit selbst. Und man staunt oder wundert sich, wenn man feststellt, dass sie sich schon längst verabschiedet haben. Andere Dinge widerum wollen und wollen sich weder lösen noch entwickeln noch verabschieden …. da erlebt man viel bewusster, was mit ihnen geschieht über die Zeit. Und mit einem selbst. Abschied hat ja auch etwas damit zu tun, dass man sich selbst verändert und entwickelt und zu irgendeinem Zeitpunkt das zuvor gewünschte Ziel entweder erreicht hat der aufgibt oder aber feststellt, dass man es nicht mehr so dringend braucht. Auch gut.
        Gehst du nicht aufmerksam durchs Leben? Sieht doch eigentlich so aus. 😉 Was du alles so siehst und findest … vielleicht kann man nicht in allen Bereichen aufmerksam sein.
        Ich weiß es nicht.
        🙂 Lieben Gruß aus den Bergen!!
        Andrea

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