Irritationen

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Momente der Irritation,

wenn die Realität nicht der Erwartung entspricht.

Sich die Vorstellung vom Erleben unterscheidet.

Der Blick nicht so klar ist,

sich Dinge anders anfühlen,

als zuvor gedacht.

Konturen und gewohnte Orientierung verschwimmen.

Momente,

in denen sich vertraute Ordnung in Frage stellt

und eine neue Sicht fordert.

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Mein Beitrag zu Paleica: Magische Mottos 2.0

im Januar:

Abstraktionen

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23 comments on “Irritationen

    • Thank you!! Nice to read that.
      I want to play with the visual irritation, if we are not sure, what we see … it must be a cerebral effort to complete our image of the world, if it’s irritated. And I’m unsettled for a moment …
      Greetings from Germany! 🙂

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  1. Hallo Andrea,
    du siehst mich (hm, nicht) mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht. Das erste Bild ist Klasse, gefällt mir gut, ich mag solche Experimente. Gefunden habe ich es im WordPress-Reader, und da ich mir den Artikel komplett anschauen wollte habe ich auf die Überschrift geklickt und war dann leicht irritiert. Der folgende Text unterstützt das ja noch, allerdings waren es, denkst es dir? weniger die Fotos als das neue? Layout, das mich in Verwirrung gestürzt hat. Habe ich etwas falsch gemacht, bin ich hier richtig? Wo ist das verdammte Auge? Und warum sieht man das erste Bild doppelt?
    Herzlichen Glückwunsch, Ziel erreicht.
    😉
    Gute Nacht nach Hamburg.
    Jörg

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    • 😀 hallo Jörg!
      Du bist echt so’n Checker …
      Das LayOut ist schon eine Woche mindestens alt!
      Und das Auge …. tjaaaa, hmmm, was soll ich sagen. Ich hab an dich gedacht und echt gesucht, aber dieses Theme macht keinen Platz dafür.
      Aber das alte Layout war quasi …. hmmm… sagen wir, ich bin da raus gewachsen.
      Trotzdem … ich denke an das Auge dann und wann und wusste, dass DU es merken wirst.
      Sorry. 😏
      Schön, dass ich wenigstens dich verwirren konnte. 😊

      Ansonsten: Danke. Ich experimentiere gerne und meistens viel zu wenig. Aber das kann sich ändern.
      Gute Nacht!

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  2. Wunderbare Umsetzung! Da kommt ne richtige Flut an Anregungen diesen Monat! Ich mag das reduzierte in den ersten paar bildern sehr. Wirkt teilweise wie gezeichnet… Richtig schön anzuschauen und absolut treffend fotografiert und experimentiert! Top!

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  3. schon interessant wie Worte Bilder verändern. Habe den Text zuerst gelesen. Nachdem die Worte in meinem Kopf waren, nahm die ganze Serie eine andere Stimmung an (schwer zu sagen, was ich erwartet habe… ..vielleicht eine coole, minimalistische Serie, durch fier man sich locker durchguckt).

    Nebenbei, das sind sehr schöne Bilder, doch durch die Worte nehme ich als Betrachter den Zustand des Verharrens an. Ein wenig orientierungslos. Da ich Dinge eigentlich gerne auch anfasse, bin ich jetzt in einem Zustand, wo ich mich nicht traue in die Szene zu ‚greifen‘. Bin verunsichert ob bei einer Berührung nicht das ganze Bild sofort in tausend Eissplitter zerfällt… …ob der Ast nicht abbricht, wenn ich ins Bild greife. Möchte lieber passiv bleiben, weil ich die Szene nicht mehr erkenne. Mache besser erst mal gar nichts. Verharre.

    Eine Serie, die echt bewegt, gerade weil sie auf mich so kalt, starr und düster wirkt. Echt tolle Arbeit, Andrea. Sticht aus anderen ’schöne Winterlandschaften‘ Serien heraus. Ist besonders. Cool, echt! Super Idee.

    so, löse mich dann mal besser wieder aus dem Verharren, damit ich wenigstens winken kann 🙂

    winke winke, Markus

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    • Ja, ich sags ja immer wieder: wir beeinflussen mit unseren Worten die Gedanken und Wahrnehmung anderer Leute. 🙂

      Danke, Markus. Das klingt interessant. Denn es beschreibt eigentlich sehr gut, was ich versucht habe, mit den Bildern und Worten aus zu drücken. Diesen Moment, in dem die eigene Wahrnehmung, das eigene Erleben irritiert wird. Weil man plötzlich Dinge anders sieht, als gewohnt, weil sich jemand anders verhält, als wir es erwarten würden, weil etwas geschieht, was wir nicht verstehen oder ähnliches. Es verunsichert. Und es fehlt vielleicht im ersten Moment die Handlungsalternative. Man steht da und ist nicht sicher, hat keine Orientierung, wie es weitergehen soll.
      Und man verharrt (wie lange, sei ja mal dahin gestellt), aber man schwebt für wenigstens einen Moment im luftleeren Raum oder greift gleich zur ‚Totstelltaktik‘ 😀 Die bekannten Muster greifen jetzt nicht.
      ich habe mich gefragt, ob das auf der Verhaltensebene ähnlich ist, wie, wenn man wirklich in seiner visuellen Wahrnehmung plötzlich irritiert wird: wenn zB plötzlich alles verschwimmt, was man sieht. Oder der Boden wackelt. Oder, wenn wir an die Insel denken, man sich plötzlich in einer Situation wiederfindet, in der man eigentlich vorher gar nicht war …..
      Hach, kann man stundenlang weiterspinnen.

      Liebe Grüße,
      Andrea

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      • Das mit der veränderten Sinneswahrnehmung kann glaube ich ganz schön erschreckend sein. Ich hatte mal (krankheitsbedingt) einen Tag an dem ich alles salzig geschmeckt habe. Selbst die Spucke in meinem Mund war salzig. Das war ein sehr unangenehmes Gefühl, weil man die Ohnmacht spürt es nicht ändern zu können. Zwar weiß man, dass da sensorisch gerade was falsch läuft, aber genau dass kann ja sogar noch erschreckender sein, weil diese Wahrnehmung so absolut intensiv ist.

        Verhaltensänderungen bei Menschen können ähnlich verstören. Ich meine jetzt nicht einen plötzlichen Wutausbruch des Gegenüber. Der gehört vielleicht zum Wesen des anderen… …man kann es verstehen und es ist nicht unerwartet. Ich meine wenn im Wesen des anderen plötzlich Sachen auftauchen, die so grundsätzlich anders sind als man gewohnt ist. Schlimmer ist aber noch, wenn plötzlich im Wesen des anderen was fehlt. Liebe zum Beispiel. Bei gescheiterten Beziehungen ist das wohl der schlimmste Moment, in dem man begreift, dass etwas unwiderruflich weg ist. Das wird dann glaube ich nur noch getopt von der Tatsache, dass der andere da sehr gut mit zurecht kommt und womöglich seine Antennen anderweitig ausgefahren hat.

        Die Situation mit der Insel finde ICH gar nicht so erschreckend, weil es eine absolute Ausnahmesituation ist, die mir vielleicht sogar gefallen würde. Irgendwie habe ich Ausnahmesituationen schon als Kind immer gemocht. Feueralarm in der Schule. Stromausfall. Schneechaos. …irgendwie waren die Menschen dann anders. Durch Angst oder Verblüffung haben sich bei vielen die Masken gelüftet und man ist irgendwie netter miteinander umgegangen. Ich kann mich noch an einen Druckerstreik 1979 erinnern. Da gab es dann eine Notedition der HÖRZU. Dünn, zweiwöchig und in s/w. Wahnsinn! Hab mich vor Entzückung gar nicht mehr eingekriegt!

        kurz noch zu deinen letzten beiden Serien, die ich nicht nur wegen der Fotos, sondern auch wegen ihrer Struktur mag. Das ist sehr gradlinig durchgezogen. So was fehlt mir in den letzten Wochen ein wenig. Es sind bei mir zu oft zu viele Einzelbilder, die nur durch einen Oberbegriff festgehalten werden. Aber dafür kann ich ja genug Inspiration aus deinen Serien nehmen und auch mal eine klare Struktur durchziehen.

        damit jetzt keine Unordnung entsteht, bleibe ich bei einem ganz konventionellen, gewohnt aber sehr nett gemeinten..

        Liebe Grüße, Markus 🙂

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      • Ja, das meinte ich u.a., dass es bestimmt hochgradig irritierend ist, wenn die Sinneswahrnehmungen anders sind, als vertraut.
        Wenn das Hirn nicht mehr gewohnt tickt. Da gibt es ja unendlich viele neurologische Phänomene, die wahnsinnig irritierend sein müssen.
        Und ja, genau, wenn dein Gegenüber anders reagiert, als du erwartest oder gewohnt bist. Dafür muss man ja nicht mal jemanden haben, der sich tatsächlich wesensverändert zeigt durch Krankheit oder ähnliches. Gerade in Beziehungen spürt man das zuweilen ja sehr deutlich. Fehlt plötzlich das vertraute Gefühl oder wie du sagst, die Liebe, die Nähe oder die Verbindlichkeit. Es ist auch irritierend, wenn man den anderen plötzlich nicht mehr ‚versteht‘. Nicht mehr weiß, warum er oder sie das tut, was er/sie tut. Wenn man meint, ihn oder sie zu kennen und dann werden Dinge getan, die man nicht mehr einordnen kann. Das Muster hat sich verändert. Sehr irritierend und möglicherweise ist es erstmal schwer, darauf zu reagieren, weil bekannte Verhaltensmuster, die zu dieser Beziehung gehören, nicht mehr greifen.
        Das gibt es ja auch noch auf vielen anderen Ebenen.

        Ich meinte übrigens nicht die Situation auf der uns bekannten Insel, sondern einige Fälle, in denen die Wahrnehmung irritiert ist. ZB St4 F5, krass, da springt einer hin und her zwischen Zeiten, ohne es zu kapieren. Wie der irritiert ist, kann man sehr schön verfolgen 😉 und es dauert eine Weile, dann beginnt er ein neues Verhaltensmuster zu entwickelt, sein Bewusstsein versucht, zu verstehen und fieberhaft Lösungen zu suchen. Total gut initiiert. Und als Zuschauer kann man nur irritiert zuschauen :D, wie er sein Dilemma löst. Und er löst es. 🙂

        Danke übrigens für dein Kompliment zu meinen Serien. Das freut mich wirklich. Es gelingt manchmal ganz gut, den eigenen Ausdruck klar in den Bildern zu verarbeiten, dann wirken sie sehr stimmig. Das finde ich auch. Ich weiß nicht, womit das zu tun hat. Mit der Inspiration in dem Moment vmtl., das, was da ist, umzusetzen. Das gelingt ja auch nicht immer. Manchmal funzt es eben besser 😉
        Und momentan sprudelt es etwas. Nachdem ich im Herbst manchmal dachte, gähn …. mir fällt gar nix ein, jetzt komme ich gerade nicht hinterher, die Ideen umzusetzen. Wenigstens da die Grundlage für Produktivität 😉
        Na, so wechselt die eine die andere Phase ab …

        Liebe Grüße, Andrea

        Gefällt 1 Person

      • Wie? So weit bist du schon mit gucken. Mist. Das wäre ne gute synchron-guck Folge gewesen. Das irritierende ist ja, dass man das Gefühl der Verwirrung nur allein durch das zuschauen so intensiv erlebt. Wie würde es einem wohl selbst ergehen, wenn einem so etwas widerfährt, weil es ja ein ständiges Springen in unterschiedliche Situationen ist. Wäre es ein einmaliger Sprung, kann man sich ja vielleicht noch mit der Situation arrangieren… …aber so? Da beruhig es schon, dass man weiß, dass dies nur Fiktion ist. Heftig wird es dann, wenn man darüber nachdenkt, wie es wohl Menschen geht, bei denen die chemischen Prozesse im Hirn einem so etwas vorgaukeln und Wesensveränderungen oder bipolare Störungen auslösen. Echt heftig für die Betroffenen und deren Umfeld. Echt ein sehr komplexes Thema.

        Ist doch super wenn die Ideen gerade bei die nur so sprudeln. Nimm alles mit was du kannst. 🙂 …im Grunde aber auch so ein Ding mit veränderten Prozessen im Kopf. Manchmal geht es und manchmal ist die Tube einfach leer. Aber das schafft auch eine gesteigerte Wertigkeit für einen selbst im Bezug auf auf seine Bilder… …und es macht einfach Spaß.

        Liebe Grüße, Markus

        Gefällt 1 Person

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