Bewegungsmalerei

Versuche ich, Bewegung einzufangen,

ist es, als würde ich die Zeit anhalten:

jede einzelne Veränderung bleibt erhalten

und ich banne mehrere Sekunden auf einen Schlag

für eine (gefühlte) Ewigkeit.

Vier bis acht auf einen Streich!

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Mein Beitrag zu Paleica: 12 Magische Mottos 2017

im März:

Bewegung

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28 Kommentare zu „Bewegungsmalerei

  1. Tolle Idee und Umsetzung!!! Gefällt mir sehr. Es ist, wie das Wesen der Bewegung an sich ganz kurz zu erfassen, ihre Mehrdimensionalität, eine Nicht-Linearität der Zeit, alle Momente finden zugleich statt… Spannend und sehr anregend! Liebe Grüße, Wanja

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    1. 😊 Danke, meine Liebe!
      Genau, das ‚Wesen der Bewegung‘ … das klingt gut! Parallele in der Zeit …
      das ist ein ungewöhnlicher Anblick, wo normalerweise alles so schnell an einem vorbei rauscht.
      Freut mich sehr, dass dir die Bilder gefallen!!!
      Liebste Grüße, Andrea

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    1. Dankeschön!!! Das freut mich sehr! 😊
      Es ist ein schönes Spiel, mehrere Momente in eine Aufnahme zu bannen. So wirken die Bilder ein wenig wie gemalt …
      Ich werde sicher noch mehr damit herum spielen, das kann sich noch weiter entwickeln!!! Vielen Dank für dein Interesse.
      Und dann geh ich auf deinem Blog mal suchen, oder? 😉

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  2. Echt interessant welche Gedanken sich da ergeben (z.B. Wanja/Du, s.o.)….. …und alle beinhalten sie ‚Zeit‘ untergewissen Aspekten. Singularität der Zeit, Verschmelzen zu einem Punkt, der parallele Aspekt… …bei mir war es auch sofort der Gedanke der Stauchung. Einen Abschnitt der Zeit auf einen Moment reduziert. – Bilder wie Kreidezeichnungen, ganz toll echt! Vor allem das vorletzte hat eine wunderschöne Ästhetik. Kann man sofort in Druck geben! 🙂
    Interessant auch, dass die Bilder nicht nur aus Eigenbewegungen der Motive entstanden sind (so scheint es zumindest). Das drittletzte wirkt mehr so, als ob die Perspektive geändert wurde. Eigentlich scheint gar nicht SO viel Dynamik in dem Bild zu stecken. Die Dynamik entsteht glaube ich mehr aus deiner Bewegung. Auch ein interessanter Aspekt, das Warten/Stagnation festzuhalten. Ich meine, stell dir eine Bushaltestelle vor an der ein Mensch wartet. Für den Menschen betrachtet ändert sich nichts, solange der Bus nicht kommt. Er steht da und wartet. Würdest du, als bewegter Beobachter, in einem Radius von 20m um den Mensch herumgehen und Fotos als Mehrfachbelichtung machen, hätte das glaube ich eine irre Dynamik. Alle finden das Bild klasse und spannend. Der wartenden Mensch nicht, dem war einfach nur langweilig. Ist vielleicht so wie in manchen Situationen im Leben. Man selbst verspürt vielleicht Stagnation. Alle anderen Betrachter um uns herum kreieren in ihrer Gesamtheit aber ein Bild von uns, dass eine andere Wahrnehmung darstellt, die AUCH wahr ist. Ich denke das es sehr spannend ist, dieses Feedback von den Anderen mal einzuholen. ……na, irgendwie hinkt mein Beispiel jetzt zwar ganz gewaltig, 🙂 …egal, es ist auf jeden Fall schön eine Anregung zum Nachdenken bekommen zu haben. Dein Beitrag setzt für mich auch irgendwie das Thema ‚Spiegelung‘ in deinen anderen Beiträgen fort. Es nähert sich halt nur auf eine andere Art dem Thema der verschiedenen Ebenen, nämlich über die Zeit. Bin mal schon gespannt, was noch so kommt.

    liebe Grüße, Markus

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    1. Ja, das ist in der Tat interessant, zu welchen Gedanken die Bilder offenbar anregen 😉
      Danke erstmal, dass sie dich an Kreidezeichnungen erinnern, freut mich sehr. Mir kam es selbst so vor, als würde ich die Bilder mehr ‚malen‘ als fotografieren. Und das gefällt mir, diese Schnittstelle zur Malerei… nicht nur das Einfangen von Zeit, sondern auch das einfangen von Bewegung im wahrsten Sinne, mehrere Bewegungen in einem Bild. Tatsächlich war es so, dass meine Models sich durchaus die ganze Zeit bewegt haben und ich mich eher nicht. Das habe ich auch ausprobiert, ist auch spannend, vielleicht erinnerst du dich an mein Bild vom ICE (meine Zugreise nach München), da habe ich die Kamera gedreht und daraus entstand dann durch die lange Belichtung eine Art Muster. Aber in diesem Fall lag die Bewegung im Gegenüber.
      Die Idee mit der Person an der Bushaltestelle finde ich cool, das müsste man echt mal ausprobieren, was dabei herauskommt.
      Tatsache ist, dass man ja manchmal den Eindruck hat, sich überhaupt nicht zu bewegen und für andere sieht es wirklich anders aus. Weil sie sich selbst bewegen vielleicht oder auch einfach nur, weil sie einen anderen Abstand zu dir haben.
      Tja, spannende Verknüpfung von Leben und Bildkunst. 😉
      Bewegte Grüße, Andrea

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      1. Das mit den ‚Kreidezeichnungen‘ finde ich echt faszinierend. Man kann sich wahrlich vorstellen, wie du da sitzt und im wahrsten Sinne des Wortes malst.
        Ich war mir auch nicht 100% sicher, ob du dich bei dem Bild wirklich bewegst, da die Möbel sich ja auch eigentlich nicht verändern. Klar kenne ich die ICE Bilder noch. Auch die von deiner S-Bahn-Fahrt… ..und es ist toll mitzukriegen, wie du mit den unterschiedlichen Techniken (Spiegelung, Mehrfachbelichtung, Zeit..) deine Umwelt beobachtest.
        Bushaltestelle: kann mir schon gut vorstellen, dass die Wahrnehmung von jeder Position aus unterschiedlich sein kann… …“ach schau mal der Mensch dort… …vor dem Marlboro-Panorama sieht der aus wie ein echter Cowboy“, „die Fahrpläne im Hintergrund passen zu ihm.. ..alter Spießer!“, „…schön, wie er so sehnsüchtig zurückschaut und auf seinen Bus wartet… …und vor ihm liegt offen sein neuer Weg in die Zukunft“, „man, der rafft’s nicht… …Junge, mach ne Kippe an, sonst wird das heute nix mehr mit dem Bus!“ ….und DAS wären ja nur Einzelbilder… …interessant wäre es, wenn man deine Techniken anwendet und alles überlagert.
        geduldige Grüße von Markus …hab ja Zeit, der Bus ist eh noch nicht da 🙂

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      2. Hmm … ja, das könnte noch ein Thema werden: Doppel- oder Mehrfachbelichtungen! 🙂
        Da lecke ich mir schon die Lippen vor Freude 😀 es gibt so viele Möglichkeiten!!!! 😉 …
        Na, ist doch tatsächlich ein Spiel mit der Wahrnehmung, alles zu überlagern, zu spiegeln, verschwimmen zu lassen, was uns sonst so klar und eindeutig erscheint. Eigentlich bekommt das durch diese Gedanken gleich noch eine philosophische Komponente 😉 Aber die sollten wir wann anders ausführlich diskutieren, das wird dauern.

        Liebe und ganz eindeutige Grüße, Andrea

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      3. Da sollten wir echt mal machen! Zuerst eine Serie mit Einzelbildern um diese Haltestelle herum… …dann das gleiche nochmal mit Mehrfachbelichtungen. Gut waere eine Haltestelle die durchsichtig ist, an der man auch hinter dieser in ein paar Metern Radius rumturnen kann und die ein zu allen Seiten wechselndes und interessantes Panorama bietet…… …..und diese Haltestelle steht genau dort:
        https://www.google.de/maps/@53.5476825,9.8639608,3a,75y,138.14h,84.83t/data=!3m6!1e1!3m4!1seGnbxM6S6fR-g1v-pWmDHQ!2e0!7i13312!8i6656

        Elbchaussee, Hoehe Lotsenbruederschaft/Teufelsbrueckerplatz

        Liebe und mehrfach-vorfreudige Gruesse, *knet knet*, Markus

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      4. 😀 😀 😀 du bist echt beeindruckend 😉
        Na, auf gehts, würde ich sagen. Gerade ist ziemlich genau dieses Wetter dort … bereit???

        Freu mich drauf!
        Grüße, Andrea

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      1. Ich entdecke das gerade für mich, eine tolle Art. Das mag ich so, weg vom Klassischen hin zu mehr Ausdruck und Kunst. Wirklich schön, etwas zum Dranbleiben und Rumexperimentieren 🙂

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    1. Danke 🙂 Freut mir.
      Hmm, du meinst, ich soll mal meinen Zaubertrick verraten??? Na gut, es ist eigentlich ganz einfach. Da ich die Langzeitbelichtungsfunktion meiner Kamera noch nicht gecheckt habe, habe ich mir vor einer Weile eine App auf dem Handy zugelegt, die das übernimmt. Sehr simpel. Belichtungszeit einstellen, draufhalten, ausprobieren. Da musste ich eine Weile mit herum spielen, um es zu verstehen oder sagen wir, in meinem Sinn zu nutzen. Aber langsam verstehe ich es besser. Hinterher habe ich die Bilder allerdings noch stark überarbeitet, im Original sind sie eher unscheinbar.
      Hat ein wenig Ähnlichkeit mit Zeichnen, das gefällt mir besonders daran.
      Danke für dein Interesse!!
      LG, Andrea

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  3. das ist ja mal ne coole Idee. Ich häng gerade auch extrem an Paleicas Motto und komm so gar nicht voran. Und wenn ich dann mal nen Plan hatte wurde der wieder zunichte gemacht durch blöde Umstände. Naja, bisschen Zeit hab ich ja noch… Sonst wird es halt April. Bei Deinen Aufnahmen mag ich neben der grundidee auch den Look der Bilder, hat was malerisches und auch verspieltes. Ziemlich genial!

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    1. 🙂 tausend Dank!
      Ich experimentiere gerade an verschiedenen Stellen und da ist es schön, wenn positive Rückmeldung kommt. Und das Thema Bewegung finde ich spannend, aber WIE ich es umsetzen wollte, war mir auch lange nicht ganz klar. Bzw. mein erster Versuch ist in die Hose gegangen. Das wirkte einfach anders als gedacht. Hmm… dann fängt man gefühlt ja wieder von vorne an 😉
      Und ja, danke, das mag ich an diesen Bildern, dass sie mich an Zeichnungen erinnern und dadurch Fotografie und Malerei ein wenig verschwimmt.
      Freut mich, wenn es gut ankommt!!!

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  4. Sehr eindrucksvoll und anregend! Das macht Lust auf eigene Experimente.
    Bei einigen Bildern habe ich eher an Mehrfachbelichtung gedacht. Oder Ebenen, die pfiffig miteinander verschmolzen sind. Wie auch immer: sehr, sehr speziell und schön!

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