Braunes Loch

Ein riesiges braunschwarzgestreiftes Loch im Boden.

Einer der größten Bagger der Welt

vor dem Hintergrund sich drehender Windräder.

Energie für Massen von Menschen.

Ein paar aktuelle Schnappschüsse einer langen

und enorm aufwändigen Geschichte.

Ob Sinn, Unsinn oder Wahnsinn,

diese Frage stelle und beantworte ich hier nicht.

Eindruck hat diese Begegnung jedoch hinterlassen.

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Diese Fotos entstanden auf der Aussichtsplattform der

Braunkohle-Tagebau-Anlage Garzweiler im nördlichen Rheinischen Braunkohlerevier.

Immer wieder und gerade in diesen Tagen gibt es genau hier Protestaktionen verschiedener Gruppierungen,

die auf den Klimawandel und die Verantwortung des Menschen

hinweisen wollen.

Siehe zB. aktuelle Artikel: Zeitonline oder Focus oder WDR

***

21 Kommentare zu „Braunes Loch

  1. Zerstörung kann auch faszinierend sein, durch das Staunen und den Schrecken, den sie gleichzeitig beim Betrachter hervorruft. Ich denke, das trifft ganz gut auf diesen Ort zu.
    Sind schon heftige Aufnahmen.
    LG kiki

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  2. Wow, ich bin total geflasht von diesen tausend verschiedenen Farbtönen… Ich liebe diese „von-oben-Sicht“!! Hat ein bisschen was von Island irgendwie, rein von den Farbtönen und Formen die diese Landschaft erschafft. Klar, der Hintergrund bzgl. der Baustelle und der Eingriff in die Natur, darüber brauchen wir nicht reden… Ich sag nur S21, das reinste Chaos das mich jedes mal aufs neue sehr ärgert… Aber wir werden es nicht ändern können, der Fortschritt ist und bleibt mächtiger…

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    1. Ich war auf eine seltsame Weise fasziniert von diesem riesigen Loch. Irgendwie krass, was wir Menschen alles so fabrizieren. Gleichzeitig haben gerade diese vielen Erdschichten und diese Farben auch etwas Beeindruckendes. Kam mir vor wie in einem ScienceFiction-Film, was aber ja Quatsch ist, weil DAS ist Realität. Aber die Landschaft wirkte so skurril fremd.
      Klar, wir werden es nicht ändern, dieser Fatalismus umschwebt mich auch :D, aber irgendwie … ach, ich weiß auch nicht. Kompliziertes Thema. Nichts für diese Plattform.
      Danke für deine Worte!

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  3. wow, was für eine baustelle. die bilder sind wirklich beeindruckend. sie erinnern ein klein wenig an den black canyon an der grenze von arizona und nevada. aber die sache dahinter… :/

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    1. Ja, DAS ist eine Baustelle. Leider ist es kein Naturwunder, sondern ein von Menschen geschaffenes riesiges Loch. Trotzdem war es beeindruckend, das mal aus der ‚Nähe‘ zu sehen. Und ja, schwierig.
      Danke! 😉

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  4. Tolle Aufnahmen!
    Berufstechnisch habe ich viel mit dem Braunkohlebergbau in der Lausitz (Brandenburg) zu tun. Eine sehr brachiale, emotionale, historisch hoch interessant, psychologisch nicht ganz einfache Kiste.
    Ich arbeite ja im Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und muss dem Minister die Reden schreiben, wenn er in die Region fährt, den Menschen vor Ort erklären muss, dass Braunkohle langfristig keine Zukunft hat, dass die Menschen in der Region sich andere Perspektiven schaffen müssen, dass sie die Gechichte der Braunkohle als Teil ihrer Geschichte und Identität nicht plump nehmen und schlecht machen lassen dürfen. Und es ist auch nicht einfach, auch wenn man selbst den Braunkohledreck für schlecht findet, einigen Klima- und Umweltaktivisten zu sagen, dass man das nicht alles nicht einfach so über Nacht abschalten kann, das Wissen, die Erfahrung, die Geschichten der Region auslöschen kann. 1990 lebten in der Lausitz direkt und indirekt über 200.000 Menschen von der Braunkohle, heute sind es noch 18.000. Deutschland konnte seine Klimaziele nur erreichen, weil der Kohleabbau und die -verstromung massivst zurückgefahren wurden, während die Emissionen beispielsweise durch Flug- und Autoverkehr deutlich gestiegen sind. Und und und. Eine heftige Debatte.
    Spannend.
    Ja deine Bilder lassen es erahnen, welch Energie in diesem Thema steckt…
    LG Daniel

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    1. Hi Daniel!
      Danke dir. Na, du scheinst drin zu sein in der Materie. 🙂 Ich ahne, wovon du schreibst. Es ist ein schwieriges Kapitel und deshalb habe ich eine Weile überleg, wie ich es aufziehe. Man kann sich damit ja leicht in die ein oder andere Nessel setzen, ohne es zu wollen.
      Mich hat diese Größe erschreckt und fasziniert zugleich. Von Menschenhand geschaffen, Erde rausgerissen, Dörfer umgesiedelt, in Dimensionen, die anderswo sicher noch viel größer sind (und die Bedingungen nochmal anders), aber eben erst ansatzweise sichtbar werden, wenn man sich sowas mal anschaut. Die Sache ist so hoch komplex, mir fällt es schwer, dazu eine Meinung zu haben. Es gibt eben nicht nur eine Wahrheit und wer von uns vermag alles zu überblicken? Und die ‚richtigen‘ Entscheidungen zu treffen, von denen man wieder nicht weiß, womit sie in aller Konsequenz zusammen hängen. Und schlussendlich darf man vielleicht sagen, dass nun auch wir es sind, die all diesen Strom (ver)brauchen, der unter anderem dort fabriziert wird. Und weniger Strom wollen wir irgendwie auch nicht …. hmmm.
      Aber gut, hier ging es mir erstmal darum, dass die Betrachtung einer solchen Baustelle ganz wiedersprüchliche Dinge auslösen kann.
      Und diese Erdschichten und Farben haben mich schon auch fasziniert …

      Danke für deine Gedanken!
      LG, Andrea

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      1. Du hast das fotografisch wunderbar umgesetzt.
        leider bin ich selbst noch nicht mit der notwendigen ruhe in der lage gewesen, ein paar stadtaugenbilder in den lausitzer tagebauten zu schießen.
        lg daniel

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  5. Was du absolut erreicht hast mit dieser tollen Serie ist das Gefühl ‚das muss man mal gesehen haben‘. Hätte es gerne auch mal aus der Nähe gesehen. Man kennt es zwar aus den Medien, doch einmal hatte ich die Chance, als das Flugzeug eine Schleife in Landeanflug auf Düsseldorf gezogen hat, von oben zu sehen. Mein Gott, war das riesig. Hätte ich nie gedacht.
    Schön auch, dass bei deiner Serie beides rüberkommt. Die Größe durch die Totale, aber auch diese ganz verstecken Muster, die sich in dieser unwirklichen Landschaft ergeben. Ein Mix auf nicht-irischem und Mustern.

    Liebe Grüße, Markus

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